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kobinet-nachrichten
  • Bundestag gedenkt der Nazi-Opfer
    Menschen mit Behinderung stehen erstmals im Mittelpunkt der Gedenkfeier für die Opfer des Nationalsozialismus im Deutschen Bundestag. Am kommenden Freitag wird insbesondere an die Menschen erinnert, die Opfer der "Euthanasie"-Morde wurden. Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe begrüßte es heute, dass bei der diesjährigen Gedenkfeier Menschen mit Behinderung im Mittelpunkt stehen. Die Gedenkstunde wird am 27. Januar um 9 Uhr im Plenarsaal des Bundestages stattfinden.

  • 30 Jahre Berliner Spontis
    Heute vor 30 Jahren fand die erste große Blockade in der City-West statt, die zur Gründung des Berliner Spontanzusammenschlusses "Mobilität für Behinderte" führte. Martin Theben hat von 1988 bis 1992 bei den Spontis aktiv mitgewirkt. Der promovierte Jurist ist als Rechtsanwalt tätig und arbeitet mit Unterstützung des Paritätitischen und der Spastikerhilfe Berlin an einer behindertenpolitischen Chronologie der Ereignisse in Berlin. Aus Anlass der legendären Busblockade der Spontis veröffentlicht kobinet vorab einen Auszug aus der Chronologie, die voraussichtlich Ende Februar fertig werden soll.

  • Sozialgericht baut Barrieren ab
    Mit der Einstellung einer Richterin im Rollstuhl gelang der Durchbruch – entstanden ist ein Gerichtsgebäude, das unter Denkmalschutz steht, aber trotzdem eine Menge Barrieren abgebaut hat. Jetzt können sich alle Menschen – von den Mitarbeitern bis zu den Prozessbeteiligten – sehr viel leichter vor und in dem Gebäude bewegen. „Wer Recht sprechen oder für seine Rechte kämpfen will, soll nicht an Barrieren scheitern", so Bayerns Sozialstaatssekretär Johannes Hintersberger heute in Augsburg. „Jeder hier in diesem Sozialgericht kann, ohne Hilfen bemühen zu müssen, seinen Gerichtssaal erreichen. Dafür sorgen unter anderem automatische Türöffner, ein rollstuhlgerechter Aufzug und Sitzungssäle mit induktiver Höranlage."

  • Mehr Geld für Pflege gefordert
    Die Zahl der Pflegebedürftigen stieg in Deutschland bis Ende 2015 auf 2,86 Millionen Menschen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, wuchs die Zahl seit 2013 damit um 8,9 Prozent. Diese Entwicklung fordere politische Rahmenbedingungen, die die Tragfähigkeit der Pflege in Deutschland nachhaltig stärken, forderte heute die Vorsitzende des BDH Bundesverband Rehabilitation, Ilse Müller.

  • Mensch zuerst Gruppe Lippe zieht positive Bilanz
    Seit 10. Juni 2016 gibt es die Mensch zuerst Regionalgruppe in Lippe. August Buskies, der u.a. auch als Inklusionsbotschafter im Rahmen eines von der Aktion Mensch geförderten Projektes der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) aktiv ist, hat nun eine positive Zwischenbilanz über die Arbeit der neuen Gruppe im letzten halben Jahr gezogen.

  • SiGN Treffen in Essen
    Am Sonntag, den 29. Januar findet ab 13:00 Uhr das nächste SiGN Treffen für Studierende, Absolventen und Studienabbrecher aus Nordrhein-Westfalen im Kultur- und Freizeitzentrum des Landesverbandes der Gehörlosen NRW in der Simonstrasse 29/31 in Essen-Holsterhausen statt. Darauf hat die Inklusionsbotschafterin Ana Šmidt die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

  • NRW qualifiziert Assistentinnen und Assistenten für taubblinde Menschen
    Wie das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales von Nordrhein-Westfalen mitteilt, wird es die Anstrengungen bei der Qualifizierung von Assistentinnen und Assistenten für taubblinde Menschen weiter ausbauen.

  • Hilfe für Flüchtlinge mit Behinderung in Deutschland
    Flüchtlinge benötigen vielfältige Hilfe, insbesondere beim Thema Ausbildung und Berufseinstieg, um sich in die deutsche Gesellschaft integrieren zu können. Vor einer doppelten Herausforderung stehen Flüchtlinge mit Behinderung. Diesen Menschen widmet sich das Projekt ComIn von Handicap International.

  • Den Blindenstock salonfähig machen
    Die blinde Sozialpädagogin, Autorin und Moderatorin Jennifer Sonntag setzt sich als Inklusionsbotschafterin dafür ein, dass sich Menschen auf Augenhöhe begegnen können. Hierfür greift sie immer wieder Themen auf, über die sie berichtet und schreibt. Den folgenden Beitrag unter dem Motto "Den Blindenstock salonfähig machen - Hilfsmitteldesign zwischen Lifestyle und Sanitätshaus" hat sie den kobinet-nachrichten zur Verfügung gestellt.

  • Ein bisschen mehr Teilhabe
    Fast 350.000 Menschen haben die von Constantin Grosch gestartete Petition für ein Recht auf Sparen unterstützt, die als ein Fokus für die Kampagne für ein gutes Bundesteilhabegesetz diente. Vier Jahre nach dem Start der Petition hat sich Constantin Grosch nun per Video und mit einem Danke-Schön-Beitrag an die UnterstützerInnen zum Abschluss der Petition gewandt. Ein bisschen mehr Teilhabe sei erreicht worden.

  • Integrationsfirmen wollen europäischen Verbund bilden
    Gemeinsam mit dem französischen Verband UNEA und dem spanischen Verband CONACEE hat die Bundesarbeitsgemeinschaft Integrationsfrimen (bag if) kürzlich den Räumen des Europäischen Parlaments in Brüssel eine Absichtserklärung zur Gründung der "European Confederation of Inclusive Enterprises employing People with Disabilities" -Europäischer Verband Inklusiver Unternehmen die Menschen mit Behinderungen beschäftigen- (EUCIE) unterzeichnet.

  • Spurensuche im Kleisthaus
    Anlässlich des Tages des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus erinnert die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen am 25. Januar ab 19.00 Uhr im Kleisthaus, Mauerstraße 53, in Berlin mit einem ganz besonderen Abend an die Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen, die den Morden der sogenannten "Euthanasie" zum Opfer gefallen sind. Die Inszenierung "Spurensuche - Was für ein Mensch willst du sein?" ist keine historische Betrachtung, keine moralische Lehrstunde, kein ästhetisches Experiment. Spurensuche ist kein Versuch, die Wirklichkeit zu verstehen, sondern die Wahrheit zu begreifen.

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