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kobinet-nachrichten
  • Momentaufnahme 104
    Wie Schnee, so schmilzt der Tag. (Titus Maccius Plautus)

  • Neues Buch: Der Geschmack von Lippenrot
    Zur Leipziger Buchmesse 2019 wird in der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig das neue Buch der Inklusionsbotschafterin Jennifer Sonntag "Der Geschmack von Lippenrot" erscheinen. Sie nennt es "mein Selbststärkungsbuch für blinde Frauen", welches aber inklusiv gedacht ist und auch interessante Impulse für sehende Frauen und in einzelnen Kapiteln sicher auch Lesestoff für alle offenen und neugierigen Menschen enthält. So wird es zum Beispiel umfangreiches Kursmaterial zum Thema Mimik, Gestik und Körpersprache bereithalten – so, wie sie sie blinden Menschen vermitteln möchte. Die Zeitschrift "Sichtweisen" veröffentlicht in ihrer Dezemberausgabe bereits eine Kostprobe zum Thema Mimik und Gestik und titelt sie mit der Überschrift "Sehende Menschen nicht imitieren".

  • Keine Regelung zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit in Hessen
    Der Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf kritisiert, dass in Hessen immer noch keine Regelung zur Umsetzung digitaler Barrierefreiheit in Sicht ist. Am 5. Dezember sollte der Hessische Landtag den Gesetzentwurf zur Änderung des Behindertengleichstellungsgesetzes beraten. Darin enthalten waren auch Regelungen zur digitalen Barrierefreiheit – ein dringendes Thema, das für die Teilhabe blinder und sehbehinderter Menschen am Arbeitsleben von entscheidender Bedeutung ist. Die Debatte fand nicht statt, da CDU und Grüne ihren Gesetzentwurf zurückgezogen haben.

  • Schwer-in-Ordnung-Ausweis war gefragt
    Die niedersächsische Sozialministerin Dr. Carola Reimann stellt in einer Presseinformation fest, dass bereits mehr als 5000 Menschen in Niedersachsen für ihren Schwerbehindertenausweis eine neue, diskriminierungsfreie Ausweishülle nutzen.

  • Über Zukunft der Pflege verständigt
    In Münster fand die 95. Arbeits- und Sozialministerkonferenz (ASMK) statt. Die fachpolitischen Spitzen der Länder berieten dabei aktuelle Herausforderungen und ein abgestimmtes Vorgehen in Sachen Arbeits-, Sozial- und Pflegepolitik. Eine zentrale Rolle auf der Konferenz spielte das Thema Zukunft der Pflege.

  • Wohnen im Alter
    Um Ansätze, Impulse und Vorhaben von staatlicher Seite zum Thema Wohnen im Alter geht es in der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion. Die Bundesregierung führt darin Programme und Schwerpunkte auf, mit denen sie Wohnformen für die zweite Lebenshälfte unterstützt - von Neubau über Genossenschaften bis hin zu Krediten für den altersgerechten Umbau von Wohnungen. Sie unterstreicht die gesellschaftspolitische Dimension des demographischen Wandels.

  • Fragen zum Cochlea Implantat
    Ein aktuelles Gerichtsverfahren in Braunschweig, bei dem es um den Zwang zu einem Cochlea Implantant geht, sorgt derzeit für große Aufregung und nährt so manche Befürchtungen. Worum geht es dabei genau geht, was die Cochlea Implantat Gesellschaft und deren Präsdient umtreibt und wie eine Position zum Cochlea Implantat aussehen könnte, darüber sprach kobinet-Redakteur Ottmar Miles-Paul mit Dr. Roland Zeh im kobinet-Interview.

  • Marita Boos-Waidosch für 25 Jahre als Beauftragte ausgezeichnet
    Wenn man nach behinderten Menschen sucht, die 25 Jahre lang das Amt als Behindertenbeauftragte in einer Landeshauptstadt ausgeübt haben und immer noch voll des Elans sind, dann muss man lange suchen. In Mainz wird man fündig. Dort wurde heute Marita Boos-Waidosch für ihr 25jähriges ehrenamtliches Engagement als Behindertenbeauftragte der Stadt Mainz von Oberbürgermeister Michael Ebling mit der renommierten Gutenberg-Statuette der Landeshauptstadt Mainz ausgezeichnet.

  • Weiterhin unzulässige Fragen in Vorstellungsgesprächen
    Auch zwölf Jahre nach Inkrafttreten des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes stellen Personalverantwortliche Bewerbenden in Vorstellungsgesprächen unzulässige Fragen. Das ist das Ergebnis der am Mittwoch vorgestellten Umfrage der Antidiskriminierungsstelle „Was Arbeitgeber fragen (dürfen)“.

  • Europäische Kommission vergibt Access City Award
    Mit dem Access City Award werden die Bereitschaft, die Fähigkeit und die Bemühungen einer Stadt, barrierefreier zu werden, anerkannt und gefeiert, um den gleichberechtigten Zugang zu Grundrechten zu gewährleisten sowie die Lebensqualität der Bevölkerung zu verbessern und dafür zu sorgen, dass alle Menschen – unabhängig von Alter, Mobilität oder Fähigkeit – den gleichen Zugang zu allen Ressourcen und Freizeitangeboten haben, die Städte zu bieten haben.

  • Städtischer Wirtschaftsausschuss bei Gemeinnützigen Werkstätten Bonn
    Mit mehr als 600 Mitarbeitern und Beschäftigten an drei Unternehmensstandorten im Gewerbegebiet Beuel-Ost ist die GVP Gemeinnützige Werkstätten Bonn ein großer Arbeitgeber in Bonn. Ende November war das Unternehmen Gastgeber beim Städtischen Wirtschaftsausschuss. Die GVP ermöglicht Menschen mit psychischer Behinderung einen selbstbestimmten Schritt in die Arbeitswelt.

  • Menschenrechtsbericht kritisiert Ausbeutung
    "Ausbeutung ist ein risikoloses Geschäft", so titelt das Deutsche Institut für Menschenrechte die Presseinformation zum aktuellen Menschenrechtsbericht, der u.a. schwere Ausbeutung von Arbeitsmigranten, Zwang in der Psychiatrie und die Rüstungsexportkontrolle behandelt. Zum dritten Mal stellt das Deutsche Institut für Menschenrechte seinen jährlichen Bericht über die Entwicklung der Menschenrechtssituation in Deutschland vor. "Menschenrechte müssen immer wieder errungen und bekräftigt werden. Sie erscheinen zwar heute selbstverständlich, in der Lebenswirklichkeit vieler Menschen sind sie es jedoch keineswegs, auch hierzulande", sagte die Direktorin des Instituts, Beate Rudolf, heute in Berlin.

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