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kobinet-nachrichten
  • Studenten für barrierefreies Görlitz
    Ein Team von Studentinnen und Studenten der Heilpädagogik an der Hochschule Görlitz / Zittau hat nach Informationen des Selbsthilfenetzwerkes Sachsen im Rahmen ihres Studiums das Projekt „Hereingerollt statt draußen geblieben" gestartet. Ziel dieses Vorhabens ist, mehr Barrierefreiheit für die Innenstadt in Görlitz zu erreichen.

  • Buchvorstellung: Standpunkte in Bewegung
    "Standpunkte in Bewegung", so lautet der Titel des Buches des Performers und Inklusionsbotschafters Roland Walter aus Berlin. Am 25. April führt der Verein Kellerkinder um 19.30 Uhr in seinem Laden in der Ebertystr.8, in 10249 Berlin-Friedrichshain eine Veranstaltung zur Vorstellung und Diskussion des Buches durch. Die Veranstaltung wird auch per Live Stream Live Stream übertragen. Dies teilte Thomas Künneke von den Kellerkindern mit.

  • Einheitliche Regelungen für Assistenzhunde gefordert
    Behinderte Menschen treten schon seit langem für einheitliche Regelungen zur Ausbildung und vor allem zur Finanzierung von Assistenzhunden ein. Nun gibt es für diese Forderung Rückenwind von der bayerischen SPD. Darauf hat die Inklusionsbotschafterin Sibylle Brandt hingewiesen.

  • Sorge um Sendeplatz von Menschen - das Magazin
    Seit bekannt wurde, dass das ZDF-Magazin "ML - Mona Lisa" im Sommer diesen Jahres eingestellt werden soll, erfüllt Dr. Sigrid Arnade von der Interessenvertretung Selbstbestimmt Leben in Deutschland (ISL) die Sorge, dass der Sendung "Menschen – das Magazin“ ähnliches widerfahren oder zumindest der gute Sendeplatz verloren gehen könnte. Deshalb wandte sie sich in einem Brief an den Intendanten des ZDF Thomas Bellut, denn vor einigen Jahren drohte bereits schon einmal Ungemach für das Magazin, was dann abgewendet werden konnte.

  • 19 Millionen Euro für Behinderteneinrichtungen
    Der baden-württembergische Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha diese Woche über 6 Millionen Euro für Bauvorhaben an Behinderteneinrichtungen in Baden-Württemberg freigegeben. Mit den aus dem Landeshaushalt und der Ausgleichsabgabe stammenden Mitteln können 12 Maßnahmen verwirklicht werden, durch die das Angebot an gemeindenahen Wohnformen ausgebaut und notwendige Umbauten und Modernisierungen in Wohnheimen und Werkstätten umgesetzt werden können. Die 6 Millionen Euro bilden die erste Tranche der diesjährigen Förderung von Behinderteneinrichtungen. Insgesamt stehen 2017 Landes- und Ausgleichsabgabemittel in Höhe von rund 19,4 Millionen Euro zur Verfügung.

  • Themenabend zur Persönlichen Assistenz in Mainz
    Am kommenden Montag, 24. April um 18:30 Uhr, findet der Themenabend des Vereins Rhein-Main inklusiv (RMI) zum Thema "Persönliche Assistenz, persönliches Budget und Arbeitgebermodell" mit der Sozialrechtsanwältin Julia Heineck im Ibishotel, Holzhofstraße 2, in Mainz statt. Darauf hat Dr. Corina Zolle die kobinet-nachrichten aufmerksam gemacht.

  • Kostenübernahme einheitlich regeln
    Hat ein Kind eine Behinderung und braucht im Kindergarten eine spezielle Betreuung, können die Kosten erstattet werden. Geht das Kind allerdings in die Schule und besucht einen Hort, ist das nicht mehr möglich. Denn: Hierfür gibt es schlichtweg keine gesetzliche Regelung. Das kritisiert der Sozialverband Deutschland (SoVD) in Niedersachsen scharf.

  • Projekt zu sehbehindertengerechtem Design
    "Sehbehindertengerechtes Design" - da denkt man nicht unbedingt an attraktive Gestaltung. Das Projekt des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes (DBSV) "Inklusives Design" will beweisen, dass Kommunikationsdesign sehbehindertengerecht und zugleich ansprechend für sehende Menschen sein kann. Gestern startete die Plattform leserlich.info mit praxistauglichen Empfehlungen für die Gestaltung von Printprodukten und Webseiten, wie der Verband in seinem Newsletter DBSV-direkt berichtet.

  • Offener Brief an die Lebenshilfe
    Im Nachgang zu den vom Team Wallraff im Februar aufgedeckten Missständen in Einrichtungen der Lebenshilfe hat sich die Initiative AbilityWatch nun in einem offenen Brief an VertreterInnen der Lebenshilfe, wie Ulla Schmidt und Uwe Schummer, gewandt. Darin werden u.a. fehlende personelle Konsequenzen kritisiert.

  • Armutsrisiko pflegender Angehöriger
    Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) hat das Armutsrisiko Hunderttausender pflegender Angehöriger kritisiert. Viele Betroffene reduzierten für die Pflege von Kranken und Alten ihre Arbeitszeit, sagte Claus Bölicke vom AWO-Bundesverband heute im Magazin Exakt des Mitteldeutschen Rundfunks (MDR). Einige würden ihren Job ganz aufgeben, die Folge sei häufig ein Leben auf Hartz-IV-Niveau. "Das Pflegegeld ersetzt keine Berufstätigkeit. Und wenn diese Personen dann in Rente gehen, setzt sich das Thema fort - arm durch Pflege", so Bölicke. Die Zahl der Betroffenen wird nach Einschätzung der AWO in den kommenden Jahren noch steigen.

  • Barrierefreiheit in Fulda durch alle zu erleben
    An der Rolli-Challenge Fulda hatten im Jahr 2015 mehr als 700 Teilnehmerinnen und Teilnehmer teilgenommen. Nach diesem Erfolg plant die Interessengemeinschaft barrierefreies Fulda - IGbFD jetzt eine Neuauflage dieser Veranstaltung, bei welcher alle die Möglichkeit haben, ihre Stadt mit einem Rollstuhl oder bei einer Führung mit dem Taststock zu erleben.

  • Sozialwahl: Es geht um die Beitragsgelder
    Super-Wahljahr 2017: Neben einigen Landtagswahlen und der Bundestagswahl findet in diesem Jahr auch die Sozialwahl statt. Allein in Nordrhein-Westfalen haben etwa zehn Millionen Wahlberechtigte Post von ihrer Renten- oder Krankenversicherung erhalten mit Informationen zur Wahl der Selbstverwaltungen. Darauf haben der nordrhein-westfälische Sozialminister Rainer Schmeltzer und Gesundheitsministerin Barbara Steffens informiert und rufen die Versicherten auf, sich an der Wahl zu beteiligten.

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