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Eine neue Sensibilisierungskampagne von Handicap International
600 Millionen Menschen leben weltweit mit einer Behinderung - davon ca. 80 Prozent unterhalb der Armutsgrenze. Das bedeutet: Etwa 500 Millionen Menschen mit Behinderung haben nicht die nötigen finanziellen Mittel für angemessene medizinische und therapeutische Versorgung. In vielen der so genannten Entwicklungsländer gehen weniger als ein Prozent der Kinder mit Behinderung zur Schule. Sie haben daher auch schlechtere Chancen in ihrem Berufsleben - selbst in Deutschland liegt die Arbeitslosenquote bei Menschen mit Behinderung weit höher als der Bundesdurchschnitt.
Mit Angeboten auf der Website und einer Ausstellung möchte Handicap International die Öffentlichkeit für die Rechte von Menschen mit Behinderung sensibilisieren. Unterstützt wurde die Ausstellung "Liberté, égalité, handicapés - Behinderung von Menschenrecht" vom Schweizer Zeichner Zep, dessen Comicfigur Titeuf eher unkonventionell auf Ungerechtigkeiten aufmerksam macht. In einer sehr verständlichen und witzigen Kindersprache stellt Titeuf Fragen, die nachdenklich stimmen. Die Cartoons, ergänzt durch Fotos und Texte zum Thema "Behinderung und Menschenrecht", wecken ein Bewusstsein dafür, dass alle Menschen die gleichen Rechte haben sollten: das Recht auf Pflege, auf Ausbildung, auf Arbeit, auf Mobilität, auf ein Leben in Sicherheit, auf Hilfe, auf ein Liebesleben und auch auf Freizeit.
Die Motive der Ausstellung und ergänzende Informationen stehen ab heute auf der Website von Handicap International:
www.handicap-international.de/projekte/titeuf_start.html
Außerdem finden sich hier und auf der Kinderseite
www.handicap-international.de/kinder ein unterhaltsames Quiz zum Thema sowie weitere Materialien für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.
Die Ausstellung wurde erstmals am Samstag, den 15. Juli 2006 beim Streetlife-Festival in München im Rahmen der bundesweiten Aktion "Von Armut bis Zucker" vorgestellt und steht danach für weitere Präsentationen zur Verfügung.
Quelle: HI - Presseerklärung vom 13. Juli 2006
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