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21.11.2002 - 12:59
Gewalt in der Pflege

Berlin (kobinet) Auf Gewalt in der Pflege alter Menschen macht das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg in einer Broschüre aufmerksam und bietet Betroffenen Hilfe an. In der Bundesrepublik werden laut einer 1995 veröffentlichten Studie, so berichtet heute die Berliner Zeitung, rund 600.000 alte, pflegebedürftige Menschen pro Jahr Opfer von körperlicher Gewalt, Vernachlässigung oder verbaler Aggression. «Gewalt in der Pflege ist ein Skandal und ein Tabu, mit dem sich die Öffentlichkeit auseinandersetzen muss», meint Susanne Kahl-Passoth, die Direktorin des Diakonischen Werkes.

Gabriele Tamm-Parr, die als Expertin an der Broschüre mitgearbeitet hat, rief 1999 das Krisentelefon «Pflege in Not» ins Leben. Es ist die einzige telefonische Beratungsstelle in Berlin, die sich ausschließlich mit Konflikten und Gewalt in der Altenpflege befasst (täglich von 10 - 12 Uhr unter 030/69598989). Neben telefonischer Beratung werden auch Fortbildungen für Pflegekräfte angeboten. sch

Die Broschüre «Gewalt in der Pflege alter Menschen» gibt es beim Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg, Telefon 030/82097210.

 

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Rolf Barthel   am 27.11.02
 

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