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14.11.2002 - 15:29
Regelkindergärten für alle behinderten Kinder
Elz/Villmar (kobinet) Die erfolgreiche Umsetzung der Integration von Kindern mit Behinderung in den Kindergärten vor Ort vermeldet die Hessische Landesregierung. Das Ziel, landesweit eine wohnortnahe Betreuung der Behinderten und ein gemeinsames Aufwachsen aller Kinder zu ermöglichen, sei erreicht, erklärte der Staatssekretär im Hessischen Sozialministerium, Karl-Winfried Seif, heute beim Besuch der Kindertagesstätten Lollipop in Elz und Villa Kunterbunt in Villmar. Er informierte sich vor Ort über die Umsetzung der gemeinsamen Betreuung von Kindern mit und ohne Behinderung. Im Kindergarten Lollipop sind derzeit 5 der 125 Plätze mit Kindern mit Behinderung besetzt, in der Villa Kunterbunt 4 von 40 Plätzen. «In diesem Jahr werden alle heilpädagogischen Gruppen in Hessen in integrative Betreuungsformen umstrukturiert sein. In diesem Umstrukturierungsprozess werden insbesondere die Belange der Kinder mit schweren Behinderungen berücksichtigt. Damit stehen insgesamt 3.800 Integrationsplätze in Regeleinrichtungen und integrativen Gruppen zur Verfügung», teilte der Staatssekretär mit. Damit bestehe nun für alle Kinder mit Behinderung in Hessen die Möglichkeit, wohnortnah einen Regelkindergarten zu besuchen. Nach der Schaffung der Plätze, gehe es nun darum, die Integration qualitativ verbessern. Der richtige Weg hierzu werde in einem Modellversuch in der Praxis ausgelotet, an dem 14 Kindertagesstätten in der Region Lahn-Dill, Limburg-Weilburg und Wetzlar teilnehmen, so Seif. Das Projekt unter dem Titel «Qualitätsentwicklung - Integrationsplatz QUINT» läuft bis Dezember 2003. «Ziel des Projektes ist es, das Personal der Kindertagesstätten so zu qualifizieren, dass sie individuelle Hilfepläne für Kinder mit Behinderung aufstellen und in die Praxis umsetzen können», führte der Staatssekretär aus. hjr |
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